Bezirksmusikfest 2013 in Autenried

Umzug fällt beim Bezirksmusikfest nach Regengüssen aus. Etwa 900 Musiker sind davon aber unb    eirrt. Sie geben im Festzelt ein grandioses Gemeinschaftskonzert

Autenried. Fünf Tage lang war Autenried das musikalische Zentrum in Bayerisch-Schwaben. Mit einem umfangreichen Konzert- und Festprogramm wurden die Ohren tausender Besucher verwöhnt. Beim Finale am Sonntag kamen mehr als 900 Musiker ins Festzelt und feierten mit einem grandiosen Gemeinschaftskonzert den Abschluss des Bezirksmusikfestes des Allgäu-Schwäbischen-Musikbundes (ASM). Das Konzert war ursprünglich im Schlosspark geplant gewesen. Nach den heftigen Regengüssen war der Untergrund aber zu matschig. Und auch der Festumzug durch Autenried musste wegen des Wetters abgesagt werden.

„Jetzt müssen wir kurzfristig improvisieren“, sagte der Bezirksvorsitzende des ASM-Bezirks 12 Günzburg, Robert Strobel. Denn eigentlich sollten die Gastmusiker von 33 angereisten Kapellen sich für den bevorstehenden Festumzug bereit machen. Zwar zeigte das Thermometer 14 Grad Celsius an und somit eine optimale Betriebstemperatur für jeden Musiker. „Aber Petrus macht uns wohl einen großen Strich durch die Rechnung“, bedauerte ein Hornist. Somit wurde kurzerhand das Gemeinschaftskonzert in das Festzelt verlegt, was der Stimmung aber in keinem Fall schadete.

Ganz im Gegenteil: Hunderte Musiker versammelten sich vor der Bühne und zwischen den Bierbänken, um gemeinsam das erste Lied anzustimmen. Die Akustik war beeindruckend, als die Schlagzeuger beim „Schwabenhymnus“ lostrommelten. Kurz darauf setzten die Bläser ein und verwandelten das mit 1.600 Menschen gefüllte Zelt in einen riesengroßen Lautsprecher. Danach spielten die Musiker mit „Laridah“ einen sehr beliebten Militärmarsch und intonierten anschließend „Wir Musikanten“ aus der Feder von Kurt Gäble.

Robert Strobel fand eine schöne Überleitung zu dem vierten Stück des Konzertes. „Wir sind zu Gast in Autenried, bei Freunden“, sagte der ASM-Bezirksvorsitzende und fügte hinzu: „Wir sehen, wie diese Großveranstaltung Menschen verbindet – ein wahres Frühlingsmärchen 2013.“ Strobel spielte damit auf die Fußball-WM 2006 an, die als Sommermärchen in die Geschichte einging. Passend dazu folgten im Anschluss die Bayern- und die deutsche Nationalhymne. (David Sonies)